N64 Analog Ersatz-Stick
Verschleißfreier Analogstick für besseres Retro-Gaming (Gamecube Style Micro Mod)

Einige meiner Schulfreunde hatten damals eine N64 Konsole. Die Kiste war jedoch mit 300 DM nicht besonders günstig, mein Taschengeld reichte nur für einen Gameboy. 17 Jahre später - ich schlendere durch den An- und Verkauf Laden meines Vertrauens - steht so ein Ding vor mir. 40 Euro will er dafür haben. Ein guter Kurs, bei eBay liegen die Konsolen deutlich höher.

"Der Analog Stick ist immer die Schwachstelle. Der hier.. Oh. Ich gucke noch mal ob ich noch einen besseren Controller für dich habe!" Es stellt sich heraus, das dies nicht der Fall ist. Dafür geht er noch 5 Euro im Preis runter. Ich verlasse den Laden mit meinem neuen Bastelobjekt.

Foto: Defekter Analogstick

Zuhause angekommen wird alles erst einmal zerlegt und gründlich gereinigt. Auch der Analogstick wird untersucht. Plastik Führungsschienen, Zahnräder, Zählscheiben und Lichtschranken. Späne rieseln mir entgegen. Die Führung ist total ausgeschlagen, daher hat der Stick so viel Spiel. Geplante Obsoleszenz?

Ein neuer Stick

Ersatz muss her. Ich befrage Google und werde fündig. Kitsch Bent bietet Nachbauten der defekten Plastikteile. Außerdem finden sich bei eBay und Amazon diverse chinesische Nachbauten, entweder im "Original Style" oder im "Gamecube Style". Bei letzterem verspricht der Händler eine besonders lange Haltbarkeit. Ich bestelle also den "Gamecube Style" Stick.

Einige Tage später kommt der Nachbau Stick mit der Post. Mit wenigen Handgriffen ist er verbaut. Ich spiele eine Runde "Super Mario 64" und bin zunächst begeistert. Wenig später stehe ich allerdings vor einem eigenartigen Problem: Der Stick ist in Nullposition und trotzdem läuft Mario ganz langsam nach rechts. Auch im Internet finden sich Berichte dazu. Drücken von L+R+Start resetten den Controller. Das funktioniert tatsächlich, es ist allerdings ziemlich nervig, ständig das Spiel zu pausieren und den Reset auszuführen. Eine Lösung muss her!

Das Problem genauer analysiert

Im Original wird je eine Zählscheibe von zwei Lichtschranken abgetastet. Sie sind so ausgerichtet, das sie je nach Drehrichtung abwechselnde Impulse erzeugen. Diese werden von dem Chip auf der Hauptplatine des Controllers in eine absolute Position umgerechnet.

Foto: Signalform auf Digitalspeicher Oszilloskop Foto: Messung am DSO

Der Nachbau verwendet stattdessen ein Joystick Poti. Die Spannung am Schleifer variiert je nach Position. Diese wird von einem Mikrocontroller gemessen, verglichen und in Impulse umgesetzt. Die Software darin ist offenbar so schlecht das bei schnellen Bewegungen ab und an einzelne Impulse verloren gehen. Der Nullpunkt verschiebt sich.


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